Erwarten oder warten?
Erwarten oder warten? Wie Worte unsere Gefühle verändern
Wie sehr beeinflusst unsere Sprache, wie wir uns fühlen?
Wir sagen täglich Dinge wie „Ich muss noch“, „Ich darf niemanden enttäuschen“ oder „Ich erwarte, dass du das bemerkst“. Oft sind es ganz selbstverständliche Formulierungen. Doch manchmal stecken darin Erwartungen, innere Antreiber und Überzeugungen, die uns mehr unter Druck setzen, als uns bewusst ist.
In dieser Folge von ErgoGeflüster schauen wir uns an, welche Wirkung unsere Worte auf unser Erleben haben können.
Am Beispiel des Wortpaares „Erwarten – warten“ sprechen wir darüber, warum unerfüllte Erwartungen Enttäuschung auslösen können, wie unsere Bewertungen Gefühle beeinflussen und weshalb es hilfreich sein kann, die eigene innere Sprache bewusster wahrzunehmen.
Dabei geht es nicht um positives Denken um jeden Preis. Es geht darum, unsere Bedürfnisse besser zu verstehen, Gedanken von Tatsachen zu unterscheiden und neue Handlungsmöglichkeiten zu entdecken.
Denn manchmal können wir die Situation nicht sofort verändern. Aber wir können lernen, genauer hinzuschauen, was wir über sie denken und was wir tatsächlich brauchen.
In dieser Folge erfährst du:
● Warum die Worte, die wir benutzen, unsere Wahrnehmung beeinflussen können.
● Was Erwartungen mit Enttäuschungen und unerfüllten Bedürfnissen zu tun haben.
● Warum wir manchmal erwarten, dass andere unsere Bedürfnisse erkennen, ohne sie auszusprechen.
● Wie Wörter wie „müssen“, „immer“, „nie“ und „eigentlich“ unseren inneren Druck verstärken können.
● Welche Rolle Bewertungen und Gedanken bei der Entstehung emotionaler Reaktionen spielen.
● Wie du durch kleine Veränderungen deiner Formulierungen mehr Handlungsspielraum entdecken kannst.
● Warum Selbstfürsorge nicht bedeutet, immer positiv denken zu müssen.
Dein Reflexionsimpuls
Nimm dir einen Moment Zeit und beobachte deine innere Sprache.
Welche Sätze sagst du dir besonders häufig, wenn du unter Druck stehst?
Vielleicht: „Ich muss das schaffen.“
Vielleicht: „Ich darf niemanden enttäuschen.“
Oder: „Ich mache immer alles falsch.“
Frage dich:
Was löst dieser Satz in mir aus – und welche andere Formulierung würde mir helfen, die Situation realistischer und freundlicher zu betrachten?
Du musst deine Gefühle nicht wegformulieren. Manchmal reicht es, sie besser zu verstehen.
Teile deine Gedanken
Welches Wort oder welcher Satz setzt dich im Alltag besonders unter Druck?
Schreib mir gerne oder teile deine Gedanken auf Instagram. Ich freue mich, wenn wir gemeinsam entdecken, wie Sprache, Psychologie und Selbstreflexion unseren Alltag beeinflussen können.
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